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Vielen Menschen geht es so: Sie verlieren Harn. Blasenschwäche, bzw. Inkontinenz ist die Bezeichnung dafür. Mehr als 10 % aller Frauen und 5% aller Männer sind davon betroffen. Eine ganz alltägliche Sache also. Und trotzdem spricht kaum jemand offen darüber ... |
Millionen von Frauen leiden unter einer Vielzahl von Symptomen, wie Schmerzen oder Druckempfindung im unteren Beckenabschnitt. Probleme beim Geschlechtsverkehr oder unkontrollierter Harnabgang können mit einer Beckenbodenschwäche im Zusammenhang stehen.
Sie glauben, dass diese Symptome einfach zum Leben dazugehören? Diese Beschwerden haben jedoch Einfluss auf die Lebensqualität, da sie die beruflichen, sozialen und persönlichen Aktivitäten einschränken können. |
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Diese Probleme werden nur selten von Patientinnen aktiv erwähnt.
Es besteht daher von ärztlicher Seite die wichtige Aufgabe, eine Atmosphäre zu schaffen, in der auch das Ansprechen von sensiblen und intimen Lebensbereichen, wie sie Kontinenz und Sexualität darstellen, möglich wird. Dr.Hartmann ist Spezialist auf dem Gebiet der Urogynäkologie, die sich mit genau diesen Themen auseinandersetzt.
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Der Beckenboden wird durch jahrelange Trage- und Haltefunktion für Bauch- und Beckenorgane strapaziert. Die tägliche Arbeit, Husten, Heben, und vor allem Schwangerschaft und Geburt führen zu Senkungszuständen.
Dadurch wird die „funktionierende Einheit“, bestehend aus Harnblase, Scheide und Enddarm mit ihren Gefäßen und Nerven in Mitleidenschaft gezogen |
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Dadurch kann es zu komplexen Störungen mit Inkontinenz undStuhlentleerstörungen kommen.
Es gibt unzählige Ansätze den Betroffenen zu helfen. Diese Maßnahmen können konservativ oder auch operativ sein. Besonders wichtig ist ein individuelles Vorgehen je nach Ausprägung der genauen Befundlage. mit Inkontinenz und Stuhlentleerungsstörung kommen.
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Begriffserklärungen |
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| Senkungszustand, Scheidensenkung |
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Durch Nachlassen der Spannung am Beckenboden (schwere Arbeit, Geburten,…) kommt es zum Gebärmutter- und/oder Scheidenvorfall, der Beschwerden beim Harnlassen oder auch bei der Stuhlentleerung verursachen kann |
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| Belastungsinkontinenz |
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Harnverlust bei Anstrengung. Früher auch „Streßinkontinenz“ genannt. Wird in den meisten Fällen mit einer Erfolgsrate von ca.90 % operativ geheilt. |
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| Dranginkontinenz |
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Krämpfe im Bereich der Harnblase, die ohne erkennbare Ursache auftreten können und unter Umständen zu Harnverlust führen. Wird auch URGE-Inkontinenz genannt |
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| Mischinkontinenz |
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Ist eine nicht selten auftretende Mischform aus Belastungs-und Dranginkontinenz |
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| Nykturie |
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gehäuftes nächtliches Harnlassen, kann durch Drang (URGE) verursacht werden. Meist hilft eine medikamentöse Behandlung. |
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| Restharn |
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Entsteht bei unvollständiger Harnentleerung. Entweder bei Senkung oder auch bei Blasenmuskelschwäche |
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| Blasentrainig |
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bewußtes hinauszögern der Harnentleerungsfrequenz, um die Blasenkapazität zu verbessern; Massnahme bei Drangproblematik |
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| Toilettentrainig |
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Erhöhung der Entleerungsfrequenz. Man geht nach der Uhr ( ca.alle 2-3 std.) auf die Toilette um eine Überdehnung des Blasenmuskels bzw. eine Überlaufinkontinenz zu vermeiden. |
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| Überlaufinkontinenz |
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Man verliert Harn bei voller Blase.Die PatientInnen gehen zu spät auf die Toilette, evtl. weil sich die Blase zu spät meldet. Gelegentlich in Verbindung mit Restharn u/o Diabetes. |
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